Über mich

Ich bin Ursula Tölle, geboren 1959 in Süddeutschland und lebe seit meinem 12. Lebensjahr in Münster. 

Oft war es mir wichtig, neben dem Üblichen noch einer weiteren Aufgabe nachzugehen: während der Schulzeit war ich Gruppenleiterin im örtlichen Jugendheim; in der Studienzeit habe ich selbst Gruppenleiter_innen ausgebildet und eine erste Beratungsausbildung gemacht. Parallel zum Beruf war ich immer ehrenamtlich tätig, besonders in sozialen Diensten. Während der Berufstätigkeit habe ich promoviert und später erst die Supervisionsausbildung gemacht und dann die zur Gruppenanalytikerin. 

 

Der rote Faden meiner Lebens- und Berufsbiographie ist das Thema Bildung, für mich selbst und in der Arbeit mit anderen.

 

Ich habe Freude an der Gestaltung von Lernprozessen und an der Entwicklung (junger) Menschen. Bildungsgerechtigkeit liegt mir am Herzen. Deshalb habe ich 2018 auch die MUTMACHstiftung gegründet.


Wie ich arbeite

Meine wichtigste Methode ist das Gespräch; ich setze auf den Dialog. Meine wichtigsten Werkzeuge sind das Fragen, das Zuhören und das Verstehen.

Meine Supervison bietet Raum, sich Fragen zu stellen.

Mir ist das Wort „Interesse“ wichtig geworden. Es heißt übersetzt: dazwischen sein. In der Supervision versuchen wir gemeinsam, die eigene Sichtweise und die anderer zu verstehen. Dafür ist das wichtigste Instrument das Fragen, ein wohlwollendes und interessiertes Nachfragen. Wenn wir mehr verstehen, was uns selbst und andere bewegt, dann finden wir Lösungen, die wirksam und nachhaltig sind. 

Ich arbeite undogmatisch.

Meine Supervision ist nicht unmittelbar einer Schule zuzuordnen; verschiedene Konzepte haben mich geprägt. Ich folge im Gespräch dem, was ich wahrnehme. Dabei spielen Erfahrung und Intuition eine Rolle. 
Grundlage sind Konzepte aus dem systemisch-konstruktivistischen Arbeiten und psychodynamische Ansätze, die sich in meiner Arbeit mit gruppenanalytischen Perspektiven mischen. Mein Fachwissen aus Gesellschafts- und Humanwissenschaften gehört ebenso dazu wie manchmal ein BIick in die Literatur und Kunst.  
Das Gespräch ist kreativ, Sie gestalten es maßgeblich mit. Häufig passt dazu das Wort „schöpferisch“. 

Strukturieren ist wohl eine Stärke von mir.

Vielleicht kommen Sie mit einer Fülle von Gedanken, die Sie chaotisch finden. Mir liegt das Verstehen komplexer Strukturen; es macht mir Freude, ein scheinbares Durcheinander zu ordnen. Mein klarer, mathematisch geprägter Verstand hilft, auch Komplexes und Verworrenes zu entwirren, ohne es dabei auf scheinbar Faktisches zu reduzieren.     

Was mich prägt.

Ich bin fasziniert von der Dynamik von Beziehungen; sie schaffen Verbindungen im persönlichen und beruflichen Leben; sie sind notwendig für den Zusammenhalt der Gesellschaft. Die Gestaltung und Reflexion von Beziehungen in Gruppen stärkt uns persönlich und stützt demokratische und solidarische Prozesse.


Meine Ausbildung und berufliche Tätigkeiten

  • Studium der Erziehungswissenschaften, Sozialwissenschaften, Germanistik
  • Lehrerin in verschiedene Schulformen der Sekundarstufen I und II (1984-1986)
  • Referentin für Soziale Bildung im Generalvikariat Münster, Aufbau von Beschäftigungsinitiativen und Arbeitslosenprojekten (1986-1992)
  • Promotion in Erziehungswissenschaften (1994)
  • Leitung der Abteilung Bildungsberatung und Systemplanung im Schulamt der Stadt Münster (1992-2005)
  • Masterstudium Supervision (DGSv) (2004)
  • Ausbildung zur Gruppenanalytikerin (D3G) (2023)
  • Professorin für Theorien und Konzepte Sozialer Arbeit an der Katholischen Hochschule NRW, Abteilung Münster, Schwerpunkte: Bildung, Erziehungs- und Bildungstheorien, Schulsozialarbeit, Konzepte zur Arbeit mit Gruppen, Gruppenanalytische Selbsterfahrung, Netzwerke, Organisationsentwicklung (2005-2025)